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Die Zukunft der hausärztlichen Versorgung gestalten, aber wie?


Herzlich willkommen bei unserer Umfrage zur hausärztliche Versorgung der Zukunft. Im Rahmen unseres Forschungsprojekts wollen wir untersuchen, wie Sie, die Hausärztinnen und Hausärzte, die Versorgung der Zukunft gestalten würden.

Zum Hintergrund:
Mit der Einführung der Hausarztzentrierten Versorgung gem. §73b SGB V hat die Gesundheitspolitik die Rolle der Hausärzte im deutschen Gesundheitssystem gestärkt. Allerdings besteht weiterhin die Herausforderung, die hausärztliche Versorgung der alternden Bevölkerung in Deutschland flächendeckend sicherzustellen. Schon heute wären nach einem aktuellen Gutachten für den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA 2018, S. 36) zwischen 1.400 und 4.100 zusätzliche Hausärzte notwendig, wenn eine Kapazitätsplanung nach dem aktuellen Stand der Forschung durchgeführt würde.

Veränderte Erwartungen an den Beruf:

Bei der Suche nach Möglichkeiten, den künftigen Bedarf an Hausärzten zu decken,  muss man auch die (veränderten) Erwartungen der aktuellen Medizinstudierenden an ihren Beruf berücksichtigen: Das jüngste Berufsmonitoring der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zeigt, dass geregelte Arbeitszeiten, Möglichkeiten zum ärztlichen Teamwork, Arbeitsplatzsicherheit sowie die Tätigkeit als angestellte Ärzte immer wichtiger werden (KBV 2019). Diese Erwartungen lassen sich in den traditionellen Versorgungsstrukturen nur schwer erfüllen. Daher sollte auch über Veränderungen in der Struktur und Organisation der hausärztlichen Versorgung nachgedacht werden.

Erfahrungen im Ausland:

Ein Blick in andere OECD-Länder zeigt, dass dort die hausärztliche Versorgung durch neue Berufsbilder ergänzt wird. So gibt es etwa einen breiten Trend, Aufgaben, die traditionell im Verantwortungsbereich von Hausärzten liegen, an sogenannte Nurse Practitioner (NP) zu übertragen. Diese Nurse Practitioner sind speziell ausgebildete Pflegekräfte, die über einen Hochschulabschluss (Master) verfügen, der ihnen auch wesentliche medizinische Qualifikationen vermittelt.

Ziel der veränderten Versorgungsstrukturen ist es zum einen, die Hausärzte von Routinetätigkeiten z.B. im Bereich der Versorgung von chronisch kranken Patienten zu entlasten. Zum anderen sollen NPs als erste Anlaufstelle helfen, die drohende Lücke im Bereich der hausärztlichen Versorgung insbesondere im ländlichen Raum zu verringern. Aktuell begrüßen bereits 68,2 % der im Berufsmonitoring befragten Medizinstudierenden die Entwicklung hin zu einer solchen Aufgabenverlagerung.

Ihre Meinung ist gefragt

Mit Blick auf die künftige Gestaltung der (haus)ärztlichen Versorgung in Deutschland versuchen wir mit dieser Umfrage, Ihre Einschätzung als Hausärztin und Hausarzt – also der Experten im System – in Bezug auf die wünschenswerte Rolle der Hausärzte sowie Möglichkeiten zur Aufgabenverlagerung zu ermitteln.

Die Beantwortung des Fragebogens nimmt ca. 8 Minuten in Anspruch. Vielen Dank für Ihre Mitwirkung!

 

Prof. Dr. Dirk Sauerland

Lehrstuhl für Institutionenökonomik und Gesundheitspolitik

 

Bei Fragen oder Anmerkungen zur Umfrage und zur weiteren Gestaltung der hausärztlichen Versorgung schreiben Sie uns: Per Mail an Dominik Bures (wissenschaftlicher Mitarbeiter)

Datenschutz: Die Beantwortung des Fragebogens erfolgt anonym. Ausführliche Informationen zum Schutz Ihrer Daten finden Sie hier.